Ohne Studienplatz – Die Studienplatzklage

Klage StudienplatzStudieren wollen viele. Doch der Weg dahin ist nicht immer leicht. Seit dem die Zugangsvoraussetzungen zum Studium erleichtert wurden und es zahlreiche doppelte Abiturklassen gab, kam es in vielen Bundesländern zu einem großen Chaos. Was folgte, war ein regelrechter Ansturm von studierwilligen jungen Menschen. Die Politik hatte zwar mit diesem großen Ansturm zunächst gerechnet, doch gehofft, dass es sich spätestens nach einigen Jahren einpendeln würde. Doch das Gegenteil ist geschehen. Auch im Jahr 2013 waren die Zahlen für Bewerbungen zum Studium deutlich zu hoch. Alle Universitäten platzen beinahe aus den Nähten. Studieren wurde zu einem neuen Trend. Nachdem viele Unis auch auf die zusätzlichen Studiengebühren verzichten mussten, zeigt sich nun auch ein finanzielles Desaster. Viele Universitäten kränkeln von Innen heraus.

Studienplatzklage – Immer wieder abgelehnt

Immer häufiger kommt es vor, das Bewerber abgelehnt werden und ihr Glück im nächsten Jahr erneut versuchen können. Zugleich sind die Zugangsvoraussetzungen deutlich erhöht worden. Der Numerus clausus ist dafür ein probates Mittel. Früher sollte dieser eine bestimmte Qualität sicherstellen. Diese Zeiten sind aber in Deutschland längst vorbei. Heute soll der Numerus clausus vor allem den Ansturm begrenzen. So lässt sich dieser vor allem an den West-Unis beinahe überall erkennen. Doch Bewerber, die keinen Studienplatz erhalten haben, müssen dieses keinesfalls hinnehmen. Es besteht durchaus die Möglichkeit, den Studienplatz einzuklagen. Dafür besteht das Mittel einer sogenannte Studienplatzklage.

Eine Ablehnung, da alle Plätze belegt sind, geschieht häufig vor allem in den beliebtesten Studienrichtungen. Medizin, Jura und zum Beispiel Wirtschaft. Hier erleben junge Bewerber immer wieder das gleiche Spiel. Alle Plätze sind belegt. Neues Glück im nächsten Jahr.- Allerdings mit der Gefahr einer erneuten Ablehnung. Dann bleibt oft nur die Studienplatzklage. Entweder den Studienplatz einklagen oder die nächsten Jahre auf Glück hoffen …

Studienplatzklage – Wie funktioniert es

Ohne-StudienplatzWer keinen Platz zugeteilt bekam oder nicht die Numerus clausus erfüllen konnte, kann mit einer Studienplatzklage eventuell hoffen. Immerhin wurden im Jahr 2013 mehr als 430.000 Studienanfänger erwartet. Für die nächsten Jahre rechnen die Unis mit einer identischen Zahl, teilweise liegen die Prognosen sogar deutlich höher. Schlechte Zeiten für Bewerber. Gute Zeiten für eine Studienplatzklage.

Wer diesen Weg einschlagen möchte, sollte sich immer rechtlichen Beistand einholen. In Deutschland lassen sich derzeit viele Kanzleien finden, die sich auf eine Studienplatzklage spezialisiert haben. Sicherlich besteht auch die Möglichkeit, selbst ohne Rechtsanwalt eine solche Klage auf einen Studienplatz einzureichen. Aus Erfahrung können wir davon aber nur abraten. In späteren Sätzen gehen wir dazu noch einmal näher ein.

Auch Mehrfachklagen möglich
Interessant ist bei der Studienplatzklage, dass diese auch mehrfach für unterschiedliche Unis eingereicht werden kann. Damit lassen sich die Chancen deutlich erhöhen. Allerdings entstehen dabei hohe Kosten, die eine genaue Planung bedürfen.

Studienplatzklage – Wie eine normale Klage

Dabei ist die Studienplatzklage praktisch aus rechtlicher Sicht eine normale Klage. Mit dem Einreichen kommt es zu einem Verwaltungsverfahren. Das Tückische daran: Jedes Bundesland hat dazu sehr unterschiedliche Formalitäten und Fristen. Diese müssen beachtet werden, weshalb auch immer ein Rechtsanwalt für die Studienplatzklage beauftragt werden sollte.

Das Argument für die Studienplatzklage ist faktisch immer das gleiche. Dabei behauptet der Kläger, dass die Universität nicht alle Kapazitäten nutzt und diese falsch berechnet hat.

Kapazitäten der Unis
Alle Universitäten müssen Jahr für Jahr ihre Kapazitäten neu berechnen. Hierbei geht es nicht nur um den tatsächlichen Platz, sondern auch um Geld. Jeder Studienplatz kostet vor allem viel Geld. Wer weniger Kapazitäten zur Verfügung stellt als eigentlich möglich, spart deutlich. Die Berechnung der Unis wird zwar öffentlich bekanntgegeben, aber nicht geprüft.

Mit einer Studienplatzklage werden diese letztlich gezwungen, die Zahlen detailliert offen zu legen. Dabei kommt immer wieder heraus, das de Zahlen falsch sind und (bewusst) nach unten berichtigt wurden. Für die Unis macht dieses Sinn. Alleine im Bereich Medizin kostet ein Studienplatz um die 340.000 Euro. Ein Grund, warum die Zahlen fast nie der Wirklichkeit entsprechen.

Die Studienplatzklage als probates Mittel …